Produzent
Gegründet im Jahr 1994 aus der Begeisterung für guten Wein, hat sich von Salis zu einem der führenden Weinunternehmen der Schweiz entwickelt. Was als Vision von Andrea Davaz und zwei Weinfreunden begann, ist heute ein engagiertes Team mit über 25 bestens ausgebildeten Mitarbeitenden, das sich täglich mit Hingabe der Welt der Weine widmet. Im Zentrum unseres Handelns steht seit jeher unser Credo: Der Wein im Mittelpunkt. Ein bedeutender Meilenstein war 2025 der Bezug unserer neuen Vinothek in Maienfeld, die Lager, Büros und Verkaufsfläche unter einem Dach vereint und einen Ort schafft, an dem Architektur, Kompetenz und Genuss erlebbar werden.
Unser sorgfältig kuratiertes Sortiment wächst stetig und umfasst herausragende Weine aus der Bündner Herrschaft sowie aus den renommiertesten Regionen der Welt. Die eigenen von Salis Weine entstehen in enger Zusammenarbeit mit über 60 Rebbauern aus Fläsch, Maienfeld, Jenins, Malans, Zizers und Trimmis. Auf über 50 Hektar Rebfläche gedeihen die Trauben, die unseren Weinen ihren unverwechselbaren Charakter verleihen. Ergänzt wird dies durch rund zwei Hektar eigener Reben in der Bündner Herrschaft.
Regionalität, Qualität und Nachhaltigkeit prägen unser tägliches Handeln. Wir übernehmen Verantwortung gegenüber Natur, Kultur und zukünftigen Generationen und setzen uns dafür ein, die Vielfalt und Einzigartigkeit der Bündner Herrschaft langfristig zu bewahren, damit auch kommende Generationen in den Genuss grosser Weine kommen.
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Region
Die Bündner Herrschaft ist das Herzstück des Schweizer Weinbaus im Kanton Graubünden – vier Gemeinden im Churer Rheintal, die zusammen für den besten Ruf einer ganzen Region sorgen: Fläsch, Maienfeld, Malans und Jenins. Die Lage im Talkessel, geschützt von den Bergen und regelmässig verwöhnt vom warmen Südwind, dem Föhn, schafft ein Kleinklima, wie man es sonst kaum in den Alpen findet.
Auf kantonsweit rund 421 Hektar Rebfläche (Stand 2023) wachsen über 40 Rebsorten. Das Herz dieser Fläche schlägt in der Herrschaft: Auf den sonnenverwöhnten Terrassen zwischen Fläsch und Jenins konzentriert sich der grösste Teil der roten Reben des Kantons, allen voran der Pinot Noir – traditionell wird für die Herrschaft ein Rotweinanteil von rund 80 Prozent genannt, deutlich mehr als im kantonalen Schnitt. Bei den weissen Sorten dominiert mengenmässig der Riesling-Silvaner, die grösste Berühmtheit geniesst aber der Completer: eine autochthone Rarität, die in der Region nie ganz verschwunden ist und heute eine kleine Renaissance erlebt. Wegen dieser burgundischen Rebsorten, der kalkreichen Schieferböden und der konstant hohen Weinqualität wird die Bündner Herrschaft seit Jahrzehnten als das „Burgund der Schweiz" gerühmt.
Die Geschichte des Bündner Weinbaus reicht weit zurück: Der älteste schriftliche Beleg datiert auf das Jahr 765, als Bischof Tello von Chur dem Kloster Disentis einen Rebberg vermachte. Der Pinot Noir selbst kam der Überlieferung nach erst um 1630 in die Region – mitgebracht von jungen Bündner Söldnern, die zuvor im Burgund gedient hatten. Was als Import begann, ist heute das unverwechselbare Markenzeichen der ganzen Herrschaft.
Mittendrin liegt Maienfeld, wo von Salis seit 2025 seine neue Vinothek betreibt. Rund 60 Rebbauern aus Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans sowie den benachbarten Weinbaugemeinden Zizers und Trimmis beliefern das Unternehmen; ergänzt wird das Sortiment durch rund zwei Hektar eigene Reben mitten in der Bündner Herrschaft.
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Subregion
Fläsch liegt am Fuss des Fläscherbergs auf der rechten Seite des Churer Rheintals, dort wo die Bündner Herrschaft am Passübergang St. Luzisteig ans Fürstentum Liechtenstein grenzt. Die Rebfläche gliedert sich in zwei charakteristisch unterschiedliche Lagen: die sonnige Fläscher Halde und das ebene Fläscher Feld – beide geprägt vom kalkreichen Schieferboden, der für die ganze Herrschaft typisch ist.
Was Fläsch besonders macht, ist seine kleinteilige Struktur: Zahlreiche Winzerfamilien bewirtschaften vergleichsweise kleine Parzellen, was zu einer aussergewöhnlichen Vielfalt an Handschriften führt – von kraftvoll-konzentrierten bis zu filigran-eleganten Pinot Noirs. 2010 wurde die kleine, aber fortschrittliche Winzergemeinde vom Schweizer Heimatschutz mit dem Wakkerpreis für ihre Ortsplanung ausgezeichnet – ein Beleg für den Innovationsgeist, der sich auch im Rebberg zeigt.
Auch bei von Salis ist Fläsch stark vertreten: Familienbetriebe wie Davaz, Christian Hermann, Roman Hermann und Thomas Marugg stehen für die ganze Bandbreite der Fläscher Weinkultur – von traditionellem Pinot Noir bis zu raren Spezialitäten wie der Scheurebe.
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Degustationsnotiz
Im vielschichtigen Bouquet überzeugt der Ulysses mit einer anspringenden Burgunderfrucht. Noten von dunklen Früchten wie Brombeeren, Kirschen und Zwetschgen, untermalt mit feinen subtilen Holz- und Tabak-Noten vom Barriqueausbau. Am Gaumen verspielt, fruchtig im Auftakt, danach ein Übergang zu einer immer aufblühenderer Pinot-Noir-Aromatik. Endend mit fein geschliffenen Tanninen, Eleganz und toller Länge.
Herstellung
Hochreife und selektionierte Pinot Noir-Trauben werden für 12 Monate im Barrique ausgebaut.
Trinkreife
Jahrgang + 10 Jahre
Geniessen zu
Fleischgerichten vom Schwein, Kalb, Rind, Lamm oder Wild, gereiftem Käse und Bündner Spezialitäten.
Spezielles
Ulysses von Salis (* 23. Juli 1594; † 3. Februar 1674 in Igis) war Bündner Offizier in französischen Diensten, später Landammann des Gerichts der Vier Dörfer. 1633 kaufte von Salis die Ruine der Burg Marschlins, baute sie zum Schloss aus und kaufte umliegende Güter dazu. 1641 wurde er zum Maréchal de camp befördert. 1643, nach weiteren Kriegszügen im Dienste des französischen Königs Ludwig XIII., liess er sich nach 27 Jahren Kriegsdienst auf Marschlins nieder und nannte sich fortan von Salis-Marschlins. In der Folge wurde von Salis zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten in den Drei Bünden. Ulysses von Salis starb im Alter von knapp 80 Jahren in Marschlins. Beigesetzt wurde er in der Pfarrkirche von Igis.