1. Welche Ziele verfolgt Vignoble des Cabottes?
Vignoble des Cabottes verfügt über einige der schönsten Weinbergslagen der Côte de Beaune. Sie reichen von den Grands Crus in Puligny-Montrachet wie Chevalier-Montrachet und Montrachet über die bedeutenden Terroirs von Meursault, Volnay, Beaune und Savigny bis zum Corton-Hügel. Langfristig möchten wir zu den prägenden Weingütern der Côte de Beaune gehören. Die strategischen Entscheidungen von Artémis Domaines schaffen dafür die Voraussetzungen. Uns ist jedoch bewusst, dass eine solche Anerkennung Zeit braucht.
2. Was macht die Seele dieses neuen Weinguts aus?
Vignoble des Cabottes baut auf Frédéric Webers zwanzigjähriger Erfahrung in der Beobachtung der Terroirs und einer reichen, fast 300-jährigen, ununterbrochenen Geschichte auf. Vor allem aber sind es die Menschen, die sich mit grossem Engagement für das Weingut einsetzen. Ein grosser Teil unseres Teams arbeitet direkt in den Rebbergen. Dazu gehören die beiden Co-CEOs Frédéric Weber und Victor Pépin, der stellvertretende technische Direktor Julien Arnaud sowie der Leiter des Weinbaus Walter Dausse.
Der Name «Cabottes» hat für uns eine symbolische Bedeutung. Er bezeichnet die kleinen Steinhäuschen, die traditionell in den burgundischen Rebbergen stehen und den Winzern als Unterstand dienten. Wir haben das Glück, mehrere davon zu besitzen, und restaurieren sie mit grösster Sorgfalt.
Im Mittelpunkt stehen unsere Reben und ihre Umgebung. Dabei betrachten wir den Rebberg als lebendiges Ökosystem. Wir arbeiten biologisch, mit einer Zertifizierung ab dem Jahrgang 2024, und biodynamisch, wobei die entsprechende Zertifizierung noch läuft. Wir setzen auf Begrünung, einen Rebschnitt, der die natürlichen Saftströme respektiert, und eine gezielte Ertragsregulierung. Hinzu kommen umfangreiche Pflanzungen von Bäumen und Hecken. Unsere Mitarbeitenden sind stolz auf das, was sie täglich leisten.
3. Warum habt ihr ein neues Weingut gegründet, statt Bouchard weiterzuentwickeln?
Weil bestimmte Terroirs mehr Zeit und Aufmerksamkeit verdienen, damit ihre Identität voll zum Ausdruck kommt.
Auch Bouchard entwickelt sich weiter und führt seine Tätigkeit fort, selbstverständlich mit einem eigenen Team und einer eigenen technischen Leitung. Eine der grössten Veränderungen war die Einstellung des Handelshausesgeschäfts, also des Zukaufs von Trauben, Most und Wein. Gleichzeitig wurden die Mengen deutlich reduziert, um sich auf ausgewählte Terroirs zu konzentrieren.
Heute konzentrieren sich beide Weingüter auf einen kleineren Kreis von Lagen. Die überschaubaren Teams ermöglichen es, sich noch intensiver mit den Terroirs und Weinen auseinanderzusetzen.
Die künftige Kellerei von Vignoble des Cabottes befindet sich in Puligny-Montrachet und wird in Kürze in Betrieb genommen.
4. Welche Crus sind für Cabottes besonders charakteristisch?
Diese Frage ist schwer zu beantworten! Alle Weine des Weinguts wurden nach langjähriger Beobachtung und unzähligen Degustationen sorgfältig ausgewählt. Dennoch würde ich sagen, dass unser Beaune Grèves Vigne de l’Enfant Jésus sowohl für die Identität als auch für die Geschichte des Weinguts steht. Unsere Weine Corton Le Corton und Corton-Charlemagne besitzen ebenfalls ganz eigene Merkmale, die sie innerhalb ihrer jeweiligen Appellation auszeichnen. Dazu kommen selbstverständlich die Weine aus Puligny-Montrachet, wo das neue Weingut seinen Sitz haben wird.
5. Welche Ziele verfolgst du mit von Salis?
Wir kannten von Salis bereits und pflegen eine sehr gute Beziehung. Deshalb war es für uns naheliegend, die Zusammenarbeit auszubauen. Uns liegt viel daran, in der regionalen Gastronomie und Hotellerie präsent zu sein, die gerade im Kanton Graubünden ein sehr hohes Niveau aufweisen. Ebenso wichtig ist uns die Präsenz in der neuen von Salis Vinothek. Ich bin überzeugt, dass das Team die Geschichte unserer Weine mit viel Leidenschaft vermitteln wird.