• Ab Fr. 199.- versandkostenfrei, darunter Fr. 12.00
    Ab Fr. 199.- versandkostenfrei, darunter Fr. 12.00
  • Einfache digitale Bezahlung
    Einfache digitale Bezahlung
  • Innert 2-3 Werktagen mit VinoLog geliefert
    Innert 2-3 Werktagen mit VinoLog geliefert
  • 5% Abholrabatt ab einem Originalkarton
    5% Abholrabatt ab einem Originalkarton
  • Persönliche Beratung: <a href="tel:+410813006060">081 300 60 60</a>
    Persönliche Beratung: 081 300 60 60

Chardonnay – Die weisse Eleganz.

Kaum eine Rebsorte polarisiert und begeistert gleichzeitig so sehr wie Chardonnay. Sie gilt als die Verwandlungskünstlerin unter den Weissweinen: mal schlank, frisch und von Zitrusnoten geprägt, mal cremig, kraftvoll und von Vanille und Röstaromen umspielt. Diese Bandbreite macht Chardonnay zu einer der spannendsten Rebsorten überhaupt – und zugleich zu einer der am weitesten gereisten. Doch woher stammt der Chardonnay ursprünglich? Wie entstehen seine ganz unterschiedlichen Stile – vom straffen Stahltank-Wein bis zum grossen Barrique-Gewächs? Und welche Regionen haben diese Rebsorte zu Weltruhm geführt? In diesem Blogbeitrag beleuchten wir eine der facettenreichsten Weissweinsorten der Welt genauer.

 

CHARDONNAY

Vom Burgund in die Welt.

Der Name Chardonnay geht auf ein kleines Dorf im Mâconnais zurück, einer Weinbauregion im südlichen Burgund. Von dort aus trat die Rebsorte im Laufe der Jahrhunderte ihren Siegeszug rund um die Welt an. Wie bei vielen alten Rebsorten spielten auch beim Chardonnay Klöster eine wichtige Rolle: Bereits im Mittelalter kultivierten Zisterzienser- und Benediktinermönche im Burgund Reben, deren Nachkommen wir heute als Chardonnay kennen. Für lange Zeit blieb die genaue Herkunft der Rebsorte ein Rätsel. Erst 1999 konnte ein Forscherteam um die Genetikerin Carole Meredith an der University of California, Davis, mittels DNA-Analyse zeigen, dass Chardonnay eine natürliche Kreuzung aus Pinot Noir und der unscheinbaren, längst aus der Mode gekommenen Sorte Gouais Blanc ist. Gouais Blanc, vermutlich von den Römern aus Kroatien nach Gallien gebracht, war im Mittelalter ein weitverbreiteter, aber wenig geschätzter «Arbeiterwein». Dass ausgerechnet aus dieser Kreuzung eine der angesehensten Weissweinsorten der Welt hervorgehen sollte, gehört zu den schönsten Ironien der Weingeschichte. Im 20. Jahrhundert trat Chardonnay dann seinen globalen Siegeszug an: Zuerst in Kalifornien und Australien, später weltweit, wurde die Rebsorte zum Synonym für modernen, zugänglichen Weisswein – und zugleich, dank der grossen Weissweine aus dem Burgund, zum Inbegriff der winzerischen Perfektion.

 

Chardonnay Von Salis Bouchard
Chardonnay Von Salis Bouchard 1

CHARDONNAY

Herstellung & Stilistik.

Keiner anderen weissen Rebsorte gelingt der Spagat zwischen schlicht und opulent so mühelos wie dem Chardonnay. Das liegt vor allem daran, dass die Traube selbst relativ neutral ist und sich formen lässt wie kaum eine andere – Kenner sprechen deshalb gerne von der «Winzer-Rebsorte». Grundsätzlich lassen sich drei stilprägende Herangehensweisen unterscheiden:

Ausbau im Stahltank

Die Trauben werden schonend gepresst und der Wein reift in neutralen Stahltanks. Das Ergebnis: frische, klare Weine mit Noten von grünem Apfel, Zitrus und exotischen Früchten – ein «nackter» Chardonnay, der die reine Frucht in den Vordergrund stellt.


Ausbau im Barrique

Dabei reift der Wein in kleinen Eichenholzfässern und nimmt Röst-, Vanille- und Karamellnoten auf.

Wird zusätzlich die malolaktische Gärung durchgeführt, wandelt sich die scharfe Apfelsäure in weiche Milchsäure um – daher stammen die typischen buttrigen Noten kräftiger Chardonnays. Hefelager und Bâtonnage Bleibt der Wein längere Zeit auf der Feinhefe und wird diese regelmässig aufgerührt (Bâtonnage), gewinnt er an cremiger Textur und Komplexität – eine Technik, die vor allem in den grossen Weissweinen des Burgunds und in Champagner zur Anwendung kommt.

Apropos Champagner: Chardonnay ist eine der drei zugelassenen Rebsorten der Champagne und die einzige Traube im edlen «Blanc de Blancs» – ein weiterer Beweis für die Wandlungsfähigkeit dieser Rebsorte, die vom Schaumwein bis zum jahrzehntelang lagerfähigen Grand Cru praktisch alles kann.

 

CHARDONNAY

Regionen

Unsere Bündner Herrschaft wird aufgrund ihrer klassischen Burgundersorten und der ausgezeichneten Weinqualität gerne als das «Burgund der Schweiz» bezeichnet – und das zurecht. Der warme Südwind, der Föhn, sowie kalkreiche Schieferböden am Fusse des Rhätikon schaffen ideale Bedingungen – nicht nur für den hier dominierenden Pinot Noir, sondern zunehmend auch für aromatische, oft im Barrique ausgebaute Chardonnays. Der von Salis Chardonnay etwa verbindet frische Zitrusnoten mit reifer Aprikose und einem zarten Vanilleton aus dem Barrique. Wer es noch konzentrierter mag, findet ihn im Davaz Fläscher Chardonnay Gräba: ein grosser, mineralisch-salziger Chardonnay mit ausgezeichnetem Reifepotenzial.

 

Burgund (Frankreich)

Das Burgund ist die eigentliche Heimat des Chardonnay – und bis heute sein wichtigstes Aushängeschild. Im nördlichen Chablis sorgen kühles Klima und die berühmten Kimmeridge-Kalkböden für schlanke, hochpräzise Weine mit spürbarer Mineralität, wie sie der Domaine Bernard Michaut Chablis 1er Cru zeigt. Weiter südlich, in der Côte de Beaune, entstehen in Appellationen wie Meursault, Puligny-Montrachet oder Corton-Charlemagne die wohl berühmtesten Weissweine der Welt: kraftvoll, cremig und mit jahrzehntelangem Reifepotenzial – etwa der Quentin Jeannot Meursault Vieilles Vignes aus alten Reben oder der Bouchard Père & Fils Corton-Charlemagne Grand Cru, der als Massstab für mineralische Kraft und Eleganz gilt.

 

Südtirol (Italien)

Im Südtirol, wo hohe Lagen und grosse Tag-Nacht-Temperaturunterschiede das Klima prägen, hat sich der Chardonnay seit Jahrzehnten fest etabliert – oft neben klassischen Sorten wie Vernatsch, Lagrein oder Weissburgunder. Die Stilbreite reicht von frischer Reinsortigkeit bis zu grossen Reserve-Weinen. Der St. Michael Chardonnay etwa verzichtet bewusst auf den Barrique-Ausbau und zeigt sich pur fruchtig mit exotischen Noten. Am anderen Ende des Spektrums steht der Kurtatsch Chardonnay Riserva Freienfeld: opulent, mit exotischer Frucht und feinen Röstaromen, ausgezeichnet unter anderem von James Suckling mit 94 Punkten.

 

Burgenland & Carnuntum (Österreich)

Rund um den Neusiedlersee sorgt das pannonische Klima mit heissen Sommern und kühlen Nächten für kraftvolle, reife Weine. Auf den Kalkböden des Leithagebirges entfaltet Chardonnay besondere Finesse, wie der Kollwentz Chardonnay Leithakalk zeigt – würzig, gelbfruchtig und von feiner Mineralität getragen. Der Kollwentz Chardonnay Gloria, von Falstaff mit 98 Punkten bewertet, gehört zu den grossen Weissweinen Österreichs. Im benachbarten Carnuntum entlang der Donau überzeugt der Markowitsch Chardonnay mit einer facettenreichen Nase zwischen Tropenfrucht und Zimt sowie einem frischen, salzigen Finale.

Pinar Kucuk W4c71bkj6ko Unsplash Ausschnitt

Welcher Chardonnay passt zu welchen Gerichten?

  • Schlanker Chardonnay aus dem Stahltank (z. B. Südtirol):
    Perfekt zu Sushi, hellem Fisch und Meeresfrüchten.

  • Mineralischer Chablis:
    Ein Klassiker zu Austern, Muscheln und Ziegenkäse.

  • Cremiger, im Barrique ausgebauter Chardonnay (Meursault, Bündner Herrschaft):
    Ideal zu hellem Fleisch, Geflügel und cremigen Pasta- oder Risottogerichten.

  • Grosser Chardonnay Grand Cru (Corton-Charlemagne, Kollwentz Gloria):
    Ein würdiger Begleiter zu Hummer, Kalbsbries oder Trüffelgerichten.

  • Chardonnay-basierter Schaumwein (Blanc de Blancs):
    Der perfekte Aperitif – auch hervorragend zu Sushi oder feinem Fisch.
Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.