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Bündner Herrschaft

Eine Reise durch vier Dörfer

Man kann die Bündner Herrschaft an einem Tag zu Fuss durchqueren. Vier Dörfer, ein paar Kilometer Talboden, dahinter die Wand des Falknis. Auf der Landkarte ist das ein Nichts. Im Glas ist es eine der spannendsten Weinlandschaften Europas – und der Grund, weshalb hier seit Jahrzehnten vom «Burgund der Schweiz» die Rede ist.

Der Vergleich ist mehr als eine Phrase. Es sind dieselben Rebsorten – Pinot Noir und Chardonnay –, dieselbe Leidenschaftt für die Herkunft und dieselbe Erkenntnis: Auf kargen, kalkreichen Böden entstehen keine lauten Weine, sondern präzise. Was in der Provence der Rosé ist, ist hier der Pinot Noir – eine Sorte, die nichts verzeiht und alles verrät, was im Rebberg passiert ist.

Und wie überall gilt: Klima und Boden legen die Grundlage, aber es sind die Menschen, die daraus Charakter machen. In der Herrschaft arbeiten auf kleinstem Raum Familienbetriebe in vierter, fünfter, sechster Generation neben Quereinsteigern und Biodynamikern. Genau diese Dichte macht die Reise durch die vier Dörfer so spannend.

 

Weinberge Fläsch Herbst Heidiland Tourismus

Bild: Heidiland Tourismus

 

Klima & Terroir

Die Bündner Herrschaft liegt geschützt im Churer Rheintal, auf 400 bis 650 Metern über Meer. Entscheidend ist der Föhn: Der warme Südwind schiebt die Temperaturen im Herbst noch einmal nach oben, trocknet die Trauben nach Regen und sorgt für eine lange, ruhige Reifephase. Ohne ihn wäre hier oben kein grosser Pinot Noir möglich.

Die Böden sind kalkreich und von Schiefer durchsetzt, vielerorts auf den Schuttkegeln des Falknis gewachsen. Sie speichern Wärme, sind durchlässig und zwingen die Reben in die Tiefe. Das Resultat: Weine mit klarer Linie und mineralischem Rückgrat, die trotz Reife nie schwer wirken. Die kühlen Nächte aus den Bergtälern halten die Säure präsent – jene Frische, die Bündner Pinots von wärmeren Herkünften unterscheidet.

 

Rebsorten & Stilrichtungen

Der Pinot Noir ist der unbestrittene Star im Rebberg und prägt das Bild der Region. Bei den weissen Sorten dominiert mengenmässig der Riesling-Silvaner, die grösste Aufmerksamkeit geniesst aber der Completer: eine autochthone Rarität, die in der Herrschaft nie ganz verschwunden ist und heute eine kleine Renaissance erlebt. Dazu kommen Chardonnay, Pinot Blanc, Pinot Gris und Sauvignon Blanc – und vereinzelt Sorten, die man hier oben nicht erwarten würde.

Stilistisch reicht das Spektrum von klassisch und zugänglich bis zu spontanvergorenen, unfiltrierten Weinen, von der integrierten Produktion bis zur Demeter-Zertifizierung. Immer stärker rückt dabei die Einzellage in den Vordergrund: Wer die Herrschaft heute verstehen will, muss Parzellen lesen lernen, nicht nur Etiketten.

Die Vielfältige

Fläsch

Am Fuss des Fläscherbergs, dort wo die Herrschaft über die St. Luzisteig ans Fürstentum Liechtenstein grenzt, liegt das nördlichste der vier Dörfer. Fläsch ist kleinteilig organisiert: Viele Familien bewirtschaften vergleichsweise kleine Parzellen, verteilt auf die sonnige Fläscher Halde und das ebene Fläscher Feld. Genau daraus entsteht die Fläscher Eigenart – auf wenigen Hektaren stehen kraftvoll-konzentrierte und filigran-elegante Pinot Noirs direkt nebeneinander. Wer die Bandbreite der Herrschaft an einem Ort erfahren will, beginnt hier.

Flaesch3
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Davaz Fläscher Pinot Noir Grond 2024

AOC Graubünden

Davaz Fläscher Pinot Noir Grond 2024

Davaz Fläscher Pinot Noir Grond 2024
«Grond» ist das romanische Wort für «gross» und beschreibt den Charakter dieses Pinot Noir treffend. Er begeistert mit einer dichten Aromatik von Erdbeeren, Johannisbeeren und frischen Kräutern, ergänzt durch feine würzige Noten. Am Gaumen überzeugt er mit konzentrierter Frucht, saftigen, fein strukturierten Tanninen und beeindruckender Tiefe. Der lange, elegante Abgang und das ausgezeichnete Reifepotenzial machen ihn zu einem grossen Bündner Pinot Noir.
75cl
Degustationsnotiz
«Grond» ist das romanische Wort für «gross» und beschreibt den Charakter dieses Pinot Noir treffend. Er begeistert mit einer dichten Aromatik von Erdbeeren, Johannisbeeren und frischen Kräutern, ergänzt durch feine würzige Noten. Am Gaumen überzeugt er mit konzentrierter Frucht, saftigen, fein strukturierten Tanninen und beeindruckender Tiefe. Der lange, elegante Abgang und das ausgezeichnete Reifepotenzial machen ihn zu einem grossen Bündner Pinot Noir.
Herstellung
Der Pinot Noir Grond entsteht aus einer strengen Selektion der besten Pinot-Noir-Trauben, wobei hochwertige Burgunderklone den Hauptanteil bilden. Ertragsregulierung und sorgfältige Handarbeit im Rebberg schaffen die Grundlage für höchste Qualität. Die Gärung erfolgt mit einem Anteil ganzer Trauben langsam in offenen Holzbottichen. Anschliessend reift der Wein während zwölf Monaten in französischen Barriques mit rund 20 % Neuholzanteil und erhält nach der Abfüllung zusätzliche Flaschenreife, bevor er in den Verkauf gelangt.
Trinkreife
Jahrgang + 6 Jahre
Geniessen zu
Ein idealer Begleiter zu festlichen Menüs, geschmortem Rindfleisch, Wildgerichten, Polenta mit Rindsgulasch, Pizzoccheri mit Speck, Parmigiana oder gereiftem Hartkäse. Serviert bei 14 bis 16 °C.
Produzent
Die Weinfamilie Davaz steht seit Generationen für höchste Weinqualität, gelebte Leidenschaft und eine tiefe Verbundenheit mit der Bündner Herrschaft. Mit viel Erfahrung, Innovationsgeist und Respekt vor der Natur entstehen Weine, die ihre Herkunft authentisch widerspiegeln und für zeitgemässe Schweizer Weinkultur stehen. Das Weingut Davaz in Fläsch bildet das Herz des Familienunternehmens. Seine Geschichte begann in den 1970er-Jahren, als nach der Güterzusammenlegung die ersten Reben gepflanzt wurden. Bereits mit dem ersten selbst gekelterten Jahrgang 1974 legte die Familie den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält. Aus einem kleinen Direktverkauf entwickelte sich ein renommiertes Weingut mit einer treuen Kundschaft weit über die Region hinaus. Mit der zweiten Generation wurde das Familienunternehmen konsequent weiterentwickelt. Andrea und Johannes Davaz liessen sich als Winzer und Önologen ausbilden und erweiterten den Horizont des Betriebs mit neuen Ideen und grosser Leidenschaft. 1990 folgte der Erwerb des Weinguts Poggio al Sole in der Toskana. Während Johannes Davaz seither das Weingut in Italien führt, verantwortet Andrea Davaz die Entwicklung des Weinguts in der Bündner Herrschaft. Mit Weitsicht, Qualitätsbewusstsein und kontinuierlichen Investitionen hat er den Betrieb entscheidend geprägt und die Grundlage für die Zukunft geschaffen. Heute befindet sich das Familienunternehmen im Generationenübergang. Gemeinsam führen Andrea Davaz sowie die dritte Generation mit Micha und Jil Davaz sowie Luca Davaz das Weingut in die Zukunft. Während Erfahrung und Tradition auf neue Ideen und frische Impulse treffen, bleibt eines unverändert: der Anspruch, charakterstarke Weine zu erzeugen, welche die Einzigartigkeit der Bündner Herrschaft auf höchstem Niveau widerspiegeln.
Region
Die Bündner Herrschaft ist das Herzstück des Schweizer Weinbaus im Kanton Graubünden – vier Gemeinden im Churer Rheintal, die zusammen für den besten Ruf einer ganzen Region sorgen: Fläsch, Maienfeld, Malans und Jenins. Die Lage im Talkessel, geschützt von den Bergen und regelmässig verwöhnt vom warmen Südwind, dem Föhn, schafft ein Kleinklima, wie man es sonst kaum in den Alpen findet. Auf kantonsweit rund 421 Hektar Rebfläche (Stand 2023) wachsen über 40 Rebsorten. Das Herz dieser Fläche schlägt in der Herrschaft: Auf den sonnenverwöhnten Terrassen zwischen Fläsch und Jenins konzentriert sich der grösste Teil der roten Reben des Kantons, allen voran der Pinot Noir – traditionell wird für die Herrschaft ein Rotweinanteil von rund 80 Prozent genannt, deutlich mehr als im kantonalen Schnitt. Bei den weissen Sorten dominiert mengenmässig der Riesling-Silvaner, die grösste Berühmtheit geniesst aber der Completer: eine autochthone Rarität, die in der Region nie ganz verschwunden ist und heute eine kleine Renaissance erlebt. Wegen dieser burgundischen Rebsorten, der kalkreichen Schieferböden und der konstant hohen Weinqualität wird die Bündner Herrschaft seit Jahrzehnten als das „Burgund der Schweiz" gerühmt. Die Geschichte des Bündner Weinbaus reicht weit zurück: Der älteste schriftliche Beleg datiert auf das Jahr 765, als Bischof Tello von Chur dem Kloster Disentis einen Rebberg vermachte. Der Pinot Noir selbst kam der Überlieferung nach erst um 1630 in die Region – mitgebracht von jungen Bündner Söldnern, die zuvor im Burgund gedient hatten. Was als Import begann, ist heute das unverwechselbare Markenzeichen der ganzen Herrschaft. Mittendrin liegt Maienfeld, wo von Salis seit 2025 seine neue Vinothek betreibt. Rund 60 Rebbauern aus Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans sowie den benachbarten Weinbaugemeinden Zizers und Trimmis beliefern das Unternehmen; ergänzt wird das Sortiment durch rund zwei Hektar eigene Reben mitten in der Bündner Herrschaft.
Subregion
Fläsch liegt am Fuss des Fläscherbergs auf der rechten Seite des Churer Rheintals, dort wo die Bündner Herrschaft am Passübergang St. Luzisteig ans Fürstentum Liechtenstein grenzt. Die Rebfläche gliedert sich in zwei charakteristisch unterschiedliche Lagen: die sonnige Fläscher Halde und das ebene Fläscher Feld – beide geprägt vom kalkreichen Schieferboden, der für die ganze Herrschaft typisch ist. Was Fläsch besonders macht, ist seine kleinteilige Struktur: Zahlreiche Winzerfamilien bewirtschaften vergleichsweise kleine Parzellen, was zu einer aussergewöhnlichen Vielfalt an Handschriften führt – von kraftvoll-konzentrierten bis zu filigran-eleganten Pinot Noirs. 2010 wurde die kleine, aber fortschrittliche Winzergemeinde vom Schweizer Heimatschutz mit dem Wakkerpreis für ihre Ortsplanung ausgezeichnet – ein Beleg für den Innovationsgeist, der sich auch im Rebberg zeigt. Auch bei von Salis ist Fläsch stark vertreten: Familienbetriebe wie Davaz, Christian Hermann, Roman Hermann und Thomas Marugg stehen für die ganze Bandbreite der Fläscher Weinkultur – von traditionellem Pinot Noir bis zu raren Spezialitäten wie der Scheurebe.
CHF
25.50
CHF 30.00
Christian Hermann Fläscher Pinot Noir 2024

AOC Graubünden

Christian Hermann Fläscher Pinot Noir 2024

Christian Hermann Fläscher Pinot Noir 2024
Schwarze Beeren und Johannisbeeren dominieren das herrliche Bouquet. Typische Pinot Noir-Aromatik. Kraftvoll und elegant zugleich mit feinen Tanninen. Markante Frucht bis in das lange Finale.
75cl
Degustationsnotiz
Schwarze Beeren und Johannisbeeren dominieren das herrliche Bouquet. Typische Pinot Noir-Aromatik. Kraftvoll und elegant zugleich mit feinen Tanninen. Markante Frucht bis in das lange Finale.
Herstellung
Ausbau im Barrique für 8 Monate
Trinkreife
Jahrgang + 5 Jahre
Geniessen zu
Fleischgerichten vom Kalb und Schwein, Geflügel und Bündner Spezialitäten.
Produzent
Das Weingut von Christian Hermann gehört zu den profiliertesten Betrieben der Schweizer Weinlandschaft. Seit der Gründung im Jahr 1990 bewirtschaftet der Winzer in Fläsch mehrere kleine Rebparzellen mit grosser Sorgfalt und klarem Qualitätsfokus. Dabei umfasst die Rebfläche rund viereinhalb Hektar und wird naturnah bewirtschaftet. Im Zentrum stehen klassische Burgundersorten, allen voran Pinot Noir und Chardonnay. Die Reben wachsen auf kalk-, lehm- und schieferhaltigen Böden, die zusammen mit dem warmen, föhngeprägten Klima der Bündner Herrschaft ideale Bedingungen für elegante, ausdrucksstarke Weine schaffen. Besonders die Pinot-Noir-Weine von Christian Hermann sind bekannt für ihre Tiefe, Präzision und burgundisch anmutende Finesse. Die Erträge werden bewusst niedrig gehalten, gelesen wird ausschliesslich von Hand. Im Keller verfolgt Hermann eine zurückhaltende, naturnahe Philosophie mit minimalen Eingriffen, um Herkunft und Jahrgang klar zum Ausdruck zu bringen. Seine Weine geniessen ein hohes Renommee und werden regelmässig zu den besten der Region prämiert. Christian Hermann steht für handwerkliche Konsequenz, klare Stilistik und Weine mit grossem Reifepotenzial – geprägt von Terroir, Erfahrung und persönlicher Handschrift.
Region
Die Bündner Herrschaft ist das Herzstück des Schweizer Weinbaus im Kanton Graubünden – vier Gemeinden im Churer Rheintal, die zusammen für den besten Ruf einer ganzen Region sorgen: Fläsch, Maienfeld, Malans und Jenins. Die Lage im Talkessel, geschützt von den Bergen und regelmässig verwöhnt vom warmen Südwind, dem Föhn, schafft ein Kleinklima, wie man es sonst kaum in den Alpen findet. Auf kantonsweit rund 421 Hektar Rebfläche (Stand 2023) wachsen über 40 Rebsorten. Das Herz dieser Fläche schlägt in der Herrschaft: Auf den sonnenverwöhnten Terrassen zwischen Fläsch und Jenins konzentriert sich der grösste Teil der roten Reben des Kantons, allen voran der Pinot Noir – traditionell wird für die Herrschaft ein Rotweinanteil von rund 80 Prozent genannt, deutlich mehr als im kantonalen Schnitt. Bei den weissen Sorten dominiert mengenmässig der Riesling-Silvaner, die grösste Berühmtheit geniesst aber der Completer: eine autochthone Rarität, die in der Region nie ganz verschwunden ist und heute eine kleine Renaissance erlebt. Wegen dieser burgundischen Rebsorten, der kalkreichen Schieferböden und der konstant hohen Weinqualität wird die Bündner Herrschaft seit Jahrzehnten als das „Burgund der Schweiz" gerühmt. Die Geschichte des Bündner Weinbaus reicht weit zurück: Der älteste schriftliche Beleg datiert auf das Jahr 765, als Bischof Tello von Chur dem Kloster Disentis einen Rebberg vermachte. Der Pinot Noir selbst kam der Überlieferung nach erst um 1630 in die Region – mitgebracht von jungen Bündner Söldnern, die zuvor im Burgund gedient hatten. Was als Import begann, ist heute das unverwechselbare Markenzeichen der ganzen Herrschaft. Mittendrin liegt Maienfeld, wo von Salis seit 2025 seine neue Vinothek betreibt. Rund 60 Rebbauern aus Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans sowie den benachbarten Weinbaugemeinden Zizers und Trimmis beliefern das Unternehmen; ergänzt wird das Sortiment durch rund zwei Hektar eigene Reben mitten in der Bündner Herrschaft.
Subregion
Fläsch liegt am Fuss des Fläscherbergs auf der rechten Seite des Churer Rheintals, dort wo die Bündner Herrschaft am Passübergang St. Luzisteig ans Fürstentum Liechtenstein grenzt. Die Rebfläche gliedert sich in zwei charakteristisch unterschiedliche Lagen: die sonnige Fläscher Halde und das ebene Fläscher Feld – beide geprägt vom kalkreichen Schieferboden, der für die ganze Herrschaft typisch ist. Was Fläsch besonders macht, ist seine kleinteilige Struktur: Zahlreiche Winzerfamilien bewirtschaften vergleichsweise kleine Parzellen, was zu einer aussergewöhnlichen Vielfalt an Handschriften führt – von kraftvoll-konzentrierten bis zu filigran-eleganten Pinot Noirs. 2010 wurde die kleine, aber fortschrittliche Winzergemeinde vom Schweizer Heimatschutz mit dem Wakkerpreis für ihre Ortsplanung ausgezeichnet – ein Beleg für den Innovationsgeist, der sich auch im Rebberg zeigt. Auch bei von Salis ist Fläsch stark vertreten: Familienbetriebe wie Davaz, Christian Hermann, Roman Hermann und Thomas Marugg stehen für die ganze Bandbreite der Fläscher Weinkultur – von traditionellem Pinot Noir bis zu raren Spezialitäten wie der Scheurebe.
CHF
31.50

Die Grosse

Maienfeld

Wenige Minuten weiter südlich liegt die grösste Weinbaugemeinde Graubündens. Maienfeld ist zugleich die touristische Bühne der Region: Hier spielt Johanna Spyris «Heidi», hier steht mit Schloss Salenegg das älteste noch bestehende Weingut Europas, und hier messen sich im Herbst auf der einzigen Naturrennbahn der Schweiz Pferd und Reiter.

Im Rebberg wachsen die Reben auf dem kalk- und schieferreichen Schuttkegel des Falknis – steinig, wärmespeichernd, karg. Die Weine profitieren davon mit einer feinen, mineralischen Ader. Neben jahrhundertealter Tradition arbeitet hier eine junge Generation, die von Wanderjahren aus Chile, Kalifornien oder dem Burgund zurückgekehrt ist und dieses Wissen in die Herrschaft trägt.

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Möhr-Niggli Maienfelder Pinot Noir Pilgrim 2024

AOC Graubünden

Möhr-Niggli Maienfelder Pinot Noir Pilgrim 2024

Möhr-Niggli Maienfelder Pinot Noir Pilgrim 2024
Betörendes Bouquet, warm und elegant, mit typischen Pinot-Noten, einer dichten Frucht, mineralischen Noten und einer kräftigen Toastaromatik. Am Gaumen wiederum elegant und raffiniert zugleich, mit typischen Aromen von Erdbeeren, reife Kirschen und etwas Zimt.
75cl
Degustationsnotiz
Betörendes Bouquet, warm und elegant, mit typischen Pinot-Noten, einer dichten Frucht, mineralischen Noten und einer kräftigen Toastaromatik. Am Gaumen wiederum elegant und raffiniert zugleich, mit typischen Aromen von Erdbeeren, reife Kirschen und etwas Zimt.
Herstellung
Die Lese und Sönderung der Trauben erfolgt von Hand. Wenn immer möglich, wird ein guter Teil der Ernte nicht abgebeert und als intakte Trauben (franz. vinification en vendage entière) in Holzbottichen mit einem Fassungsvermögen von 2 Tonnen vergoren. Der anschliessende Ausbau in 228L Piècen erfolgt auf der natürlichen Feinhefe, über einen Zeitraum von 16 bis 18 Monaten.
Trinkreife
Jahrgang + 10 Jahre
Geniessen zu
Kräftigen Fleischgerichten vom Rind und Wild
Produzent
Matthias Gubler hat fast 10 Jahre in den USA Wein gemacht und über die Liebe den Weg in die Herrschaft gefunden. Matthias und Sina Gubler-Möhr führen das Weingut bereits in der 4. Generation. Der heutige Namen Möhr-Niggli stammt von Sina's Eltern, die das Weingut Ende der 80er Jahre übernommen und auf die heutige Grösse von 4 Hektaren ausgebaut haben. Dies mit neuen Akzenten jedoch ohne die Tradition aus dem Auge zu verlieren. Im 2009 hat er eine kleine Parzelle mit optimaler Exposition in Maienfeld selektioniert und die Trauben darauf mit grossem Aufwand gepflegt und gehegt. Daraus ist der «Pilgrim» entstanden, ein neuer Pinot Noir im Barrique verfeinert. Der Name wird modern und frech auf dem Etikett umgesetzt und steht symbolisch für den Weg als «Wein-Pilgerer» nach Amerika und zurück.
Region
Die Bündner Herrschaft ist das Herzstück des Schweizer Weinbaus im Kanton Graubünden – vier Gemeinden im Churer Rheintal, die zusammen für den besten Ruf einer ganzen Region sorgen: Fläsch, Maienfeld, Malans und Jenins. Die Lage im Talkessel, geschützt von den Bergen und regelmässig verwöhnt vom warmen Südwind, dem Föhn, schafft ein Kleinklima, wie man es sonst kaum in den Alpen findet. Auf kantonsweit rund 421 Hektar Rebfläche (Stand 2023) wachsen über 40 Rebsorten. Das Herz dieser Fläche schlägt in der Herrschaft: Auf den sonnenverwöhnten Terrassen zwischen Fläsch und Jenins konzentriert sich der grösste Teil der roten Reben des Kantons, allen voran der Pinot Noir – traditionell wird für die Herrschaft ein Rotweinanteil von rund 80 Prozent genannt, deutlich mehr als im kantonalen Schnitt. Bei den weissen Sorten dominiert mengenmässig der Riesling-Silvaner, die grösste Berühmtheit geniesst aber der Completer: eine autochthone Rarität, die in der Region nie ganz verschwunden ist und heute eine kleine Renaissance erlebt. Wegen dieser burgundischen Rebsorten, der kalkreichen Schieferböden und der konstant hohen Weinqualität wird die Bündner Herrschaft seit Jahrzehnten als das „Burgund der Schweiz" gerühmt. Die Geschichte des Bündner Weinbaus reicht weit zurück: Der älteste schriftliche Beleg datiert auf das Jahr 765, als Bischof Tello von Chur dem Kloster Disentis einen Rebberg vermachte. Der Pinot Noir selbst kam der Überlieferung nach erst um 1630 in die Region – mitgebracht von jungen Bündner Söldnern, die zuvor im Burgund gedient hatten. Was als Import begann, ist heute das unverwechselbare Markenzeichen der ganzen Herrschaft. Mittendrin liegt Maienfeld, wo von Salis seit 2025 seine neue Vinothek betreibt. Rund 60 Rebbauern aus Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans sowie den benachbarten Weinbaugemeinden Zizers und Trimmis beliefern das Unternehmen; ergänzt wird das Sortiment durch rund zwei Hektar eigene Reben mitten in der Bündner Herrschaft.
Subregion
Maienfeld ist mit rund 100 bis 110 Hektar die grösste Weinbaugemeinde Graubündens – und zugleich die drittälteste Stadt am Rhein. Die Reben wachsen zwischen 400 und 650 Metern über Meer an den sonnenexponierten Hängen des Falknis, dessen kalk- und schieferreicher Schuttkegel den Weinen ihre mineralische Tiefe verleiht. Weltberühmt wurde Maienfeld durch Johanna Spyris „Heidi": Die Geschichte des Mädchens vom Alpöhi spielt in den Bergen oberhalb des Dorfs, und bis heute pilgern Gäste aus aller Welt zum Heididorf. Ebenso lebendig ist die Tradition der Maienfelder Pferderennen: Auf der einzigen Naturrennbahn der Schweiz im Rossriet messen sich im Herbst Pferd und Reiter – ein fester Termin im Bündner Veranstaltungskalender. Im Rebberg dominiert der Pinot Noir, ergänzt durch Chardonnay und Riesling-Silvaner sowie vereinzelt internationale Sorten wie Grüner Veltliner oder Viognier. Mit Schloss Salenegg – dem ältesten noch bestehenden Weingut Europas – und Familienbetrieben wie Möhr-Niggli, Heidelberg oder Lampert vereint Maienfeld jahrhundertealte Tradition mit einer jungen, experimentierfreudigen Winzerszene. Mittendrin: die von Salis Vinothek an der Industriestrasse 18, seit 2025 Dreh- und Angelpunkt für Verkostungen, Beratung und Einkauf direkt vor Ort.
CHF
57.00
Neu
Lampert Maienfelder Pinot Noir Eichholz 2024

AOC Graubünden

Lampert Maienfelder Pinot Noir Eichholz 2024

Lampert Maienfelder Pinot Noir Eichholz 2024
In der Nase ist die anspringende Burgunderfrucht klar und frisch. Im Gaumen intensiv, würzig mit gut eingebundenen Röstaromen vom Barrique. Ein wunderbarer Wein mit einem eleganten, anhaltenden Finale.
75cl
Degustationsnotiz
In der Nase ist die anspringende Burgunderfrucht klar und frisch. Im Gaumen intensiv, würzig mit gut eingebundenen Röstaromen vom Barrique. Ein wunderbarer Wein mit einem eleganten, anhaltenden Finale.
Herstellung
Die Lage Eichholz ist bestockt mit Schweizer Klonen des Pinot Noir. Eine Woche Maischestandzeit verleiht ihm eine breitere Aromastruktur. Durch kühle Vergärung wurde seine Frische bewahrt. Der Lagenwein wurde mit Ganztrauben vergoren und anschliessend für 12 Monate in Barriques gereift. Ein ausgewogener Neuholzanteil verleiht ihm eine elegante und dichte Struktur. Die spontane Gärung unterstreicht die Authentizität dieser einzigartigen Lage Eichholz.
Trinkreife
Jahrgang + 6 Jahre
Geniessen zu
Fleischgerichte vom Kalb und Schwein, Geflügel und Bündner Spezialitäten.
Produzent
Im Schatten des majestätischen Falknis, dem Hausberg von Maienfeld, wurzelt eine Tradition, die bis in die Tage von Markus Lampert's Grossvater zurückreicht. Seit Generationen pflegt und hegt seine Familie liebevoll die Maienfelder Reben. Diese Hingabe und Tradition werden von Markus und seiner Frau Sonja sowie ihren fünf Kindern mit unermüdlichem Einsatz fortgesetzt, stets von einer tiefen Ruhe begleitet. Seit 2023 hat ihr Sohn Thomas Lampert die Verantwortung für das Weingut übernommen und lenkt es mit derselben Leidenschaft. Jeder Jahrgang, geprägt von den einzigartigen Bedingungen des Terroirs, entwickelt seinen eigenen Charakter, der sich bei der Vinifizierung zu einem unvergleichlichen Wein entfaltet. Thomas Lampert strebt danach, Weine von aussergewöhnlicher Eleganz, Frische und Feinheit zu schaffen. Seinem Traum vom eigenen Weingut hat er die letzten 18 Jahre seines Lebens gewidmet, und sein Engagement spiegelt sich in jedem Schluck wider. Die Rebfläche erstreckt sich über 4 Hektar, wobei 80% davon mit Pinot Noir bepflanzt sind. Diese edle Sorte wird durch Chardonnay, Riesling Silvaner sowie speziell für die Bündner Herrschaft mit Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot ergänzt. Seit dem Jahrgang 2023 erstahlen die Weine von Thomas Lampert in einem neuen Kleid.
Region
Die Bündner Herrschaft ist das Herzstück des Schweizer Weinbaus im Kanton Graubünden – vier Gemeinden im Churer Rheintal, die zusammen für den besten Ruf einer ganzen Region sorgen: Fläsch, Maienfeld, Malans und Jenins. Die Lage im Talkessel, geschützt von den Bergen und regelmässig verwöhnt vom warmen Südwind, dem Föhn, schafft ein Kleinklima, wie man es sonst kaum in den Alpen findet. Auf kantonsweit rund 421 Hektar Rebfläche (Stand 2023) wachsen über 40 Rebsorten. Das Herz dieser Fläche schlägt in der Herrschaft: Auf den sonnenverwöhnten Terrassen zwischen Fläsch und Jenins konzentriert sich der grösste Teil der roten Reben des Kantons, allen voran der Pinot Noir – traditionell wird für die Herrschaft ein Rotweinanteil von rund 80 Prozent genannt, deutlich mehr als im kantonalen Schnitt. Bei den weissen Sorten dominiert mengenmässig der Riesling-Silvaner, die grösste Berühmtheit geniesst aber der Completer: eine autochthone Rarität, die in der Region nie ganz verschwunden ist und heute eine kleine Renaissance erlebt. Wegen dieser burgundischen Rebsorten, der kalkreichen Schieferböden und der konstant hohen Weinqualität wird die Bündner Herrschaft seit Jahrzehnten als das „Burgund der Schweiz" gerühmt. Die Geschichte des Bündner Weinbaus reicht weit zurück: Der älteste schriftliche Beleg datiert auf das Jahr 765, als Bischof Tello von Chur dem Kloster Disentis einen Rebberg vermachte. Der Pinot Noir selbst kam der Überlieferung nach erst um 1630 in die Region – mitgebracht von jungen Bündner Söldnern, die zuvor im Burgund gedient hatten. Was als Import begann, ist heute das unverwechselbare Markenzeichen der ganzen Herrschaft. Mittendrin liegt Maienfeld, wo von Salis seit 2025 seine neue Vinothek betreibt. Rund 60 Rebbauern aus Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans sowie den benachbarten Weinbaugemeinden Zizers und Trimmis beliefern das Unternehmen; ergänzt wird das Sortiment durch rund zwei Hektar eigene Reben mitten in der Bündner Herrschaft.
Subregion
Maienfeld ist mit rund 100 bis 110 Hektar die grösste Weinbaugemeinde Graubündens – und zugleich die drittälteste Stadt am Rhein. Die Reben wachsen zwischen 400 und 650 Metern über Meer an den sonnenexponierten Hängen des Falknis, dessen kalk- und schieferreicher Schuttkegel den Weinen ihre mineralische Tiefe verleiht. Weltberühmt wurde Maienfeld durch Johanna Spyris „Heidi": Die Geschichte des Mädchens vom Alpöhi spielt in den Bergen oberhalb des Dorfs, und bis heute pilgern Gäste aus aller Welt zum Heididorf. Ebenso lebendig ist die Tradition der Maienfelder Pferderennen: Auf der einzigen Naturrennbahn der Schweiz im Rossriet messen sich im Herbst Pferd und Reiter – ein fester Termin im Bündner Veranstaltungskalender. Im Rebberg dominiert der Pinot Noir, ergänzt durch Chardonnay und Riesling-Silvaner sowie vereinzelt internationale Sorten wie Grüner Veltliner oder Viognier. Mit Schloss Salenegg – dem ältesten noch bestehenden Weingut Europas – und Familienbetrieben wie Möhr-Niggli, Heidelberg oder Lampert vereint Maienfeld jahrhundertealte Tradition mit einer jungen, experimentierfreudigen Winzerszene. Mittendrin: die von Salis Vinothek an der Industriestrasse 18, seit 2025 Dreh- und Angelpunkt für Verkostungen, Beratung und Einkauf direkt vor Ort.
CHF
39.50

Die Stille

Jenins

Etwas abseits der Hauptachse, auf den Moräneschuttkegeln des Falknis um das Dorf verteilt, liegt Jenins. Es ist das ruhigste der vier Dörfer – und ausgerechnet hier steht das Denkmal für den Duc de Rohan, den französischen Heerführer, der der Überlieferung nach um 1630 den Pinot Noir in die Herrschaft brachte. Ohne Jenins also womöglich keine Bündner Pinot-Noir-Geschichte.

Mitten im Rebenmeer liegt der Alte Torkel, das offizielle «Haus des Bündner Weins», wo sich nahezu die gesamte Region im Glas erfahren lässt. Und weinbaulich sorgt das Dorf regelmässig für Schlagzeilen: Mit einem Jeninser Pinot Noir gewann Georg Schlegel am Mondial des Pinots zum dritten Mal den Grand-Maestro-Titel – als erster Betrieb überhaupt in der Geschichte des Wettbewerbs.

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Schlegel Saliser Grande Selection 2021

Jeninser Pinot Noir, AOC Graubünden

Schlegel Saliser Grande Selection 2021

Schlegel Saliser Grande Selection 2021
Das Bouquet ist fruchtig und zeigt eine leicht kompottige Süsse auf, mit Kirschtönen, Brombeere und Cassis. Am Gaumen tolle Fruchtaromatik mit schön eingebunden Tanninen. Langer Abgang nach Schokolade.
75cl
Degustationsnotiz
Das Bouquet ist fruchtig und zeigt eine leicht kompottige Süsse auf, mit Kirschtönen, Brombeere und Cassis. Am Gaumen tolle Fruchtaromatik mit schön eingebunden Tanninen. Langer Abgang nach Schokolade.
Herstellung
Die Trauben für den Pinot Noir Saliser kommen aus der besten Lage des Weinguts. Die Rebstöcke sind alle über 40 jährig. Der Wein wird 12 Monate in neuen Barriques ausgebaut und kommt anschliessend in die Flasche, wo er ebenfalls nochmals für 2 Jahre lagert.
Trinkreife
Jahrgang + 10 Jahre
Geniessen zu
Fleischgerichten vom Kalb, Schwein, Rind, Wild und reifem Käse.
Produzent
Seit sechs Generationen ist das Schlegel Weingut zur alten Post in Jenins ein fester Bestandteil der Bündner Herrschaft – ein Ort, an dem Wein gelebt wird. Mit grosser Sorgfalt, handwerklicher Präzision und einer tiefen Verbundenheit zur Natur entstehen hier Weine mit Charakter und Herkunft. Seit 2005 liegt der Fokus auf hochwertigen Lagenweinen, die auf sieben Hektar Rebfläche gedeihen. Heute prägt Georg Schlegel Junior in der sechsten Generation den Stil des Hauses. Seine Handschrift zeigt sich in jeder Flasche – klar, finessenreich und geprägt von den kalkhaltigen Böden und dem milden Klima der Region. Die Philosophie des Betriebs verbindet Tradition mit Fortschritt: Wer Herkunft bewahren will, muss offen sein für Neues. Genau das gelingt hier mit Leidenschaft und Liebe zum Detail. Die Natur bestimmt den Rhythmus der Arbeit – mal fordernd, mal gnädig –, und macht jeden Jahrgang zu einem individuellen Erlebnis. Dass die Weine regelmässig mit Auszeichnungen geehrt werden, bestätigt den eingeschlagenen Weg und motiviert das Team täglich zu höchster Sorgfalt. Ob klassischer Pinot Noir für den Winterabend, eleganter Chardonnay zum Apéro oder ein spritziger Riesling Sylvaner für den Sommer – die Weine vom Schlegel Weingut zur alten Post bieten puren Genuss und spiegeln in jeder Nuance das Terroir ihrer Herkunft.
Region
Die Bündner Herrschaft ist das Herzstück des Schweizer Weinbaus im Kanton Graubünden – vier Gemeinden im Churer Rheintal, die zusammen für den besten Ruf einer ganzen Region sorgen: Fläsch, Maienfeld, Malans und Jenins. Die Lage im Talkessel, geschützt von den Bergen und regelmässig verwöhnt vom warmen Südwind, dem Föhn, schafft ein Kleinklima, wie man es sonst kaum in den Alpen findet. Auf kantonsweit rund 421 Hektar Rebfläche (Stand 2023) wachsen über 40 Rebsorten. Das Herz dieser Fläche schlägt in der Herrschaft: Auf den sonnenverwöhnten Terrassen zwischen Fläsch und Jenins konzentriert sich der grösste Teil der roten Reben des Kantons, allen voran der Pinot Noir – traditionell wird für die Herrschaft ein Rotweinanteil von rund 80 Prozent genannt, deutlich mehr als im kantonalen Schnitt. Bei den weissen Sorten dominiert mengenmässig der Riesling-Silvaner, die grösste Berühmtheit geniesst aber der Completer: eine autochthone Rarität, die in der Region nie ganz verschwunden ist und heute eine kleine Renaissance erlebt. Wegen dieser burgundischen Rebsorten, der kalkreichen Schieferböden und der konstant hohen Weinqualität wird die Bündner Herrschaft seit Jahrzehnten als das „Burgund der Schweiz" gerühmt. Die Geschichte des Bündner Weinbaus reicht weit zurück: Der älteste schriftliche Beleg datiert auf das Jahr 765, als Bischof Tello von Chur dem Kloster Disentis einen Rebberg vermachte. Der Pinot Noir selbst kam der Überlieferung nach erst um 1630 in die Region – mitgebracht von jungen Bündner Söldnern, die zuvor im Burgund gedient hatten. Was als Import begann, ist heute das unverwechselbare Markenzeichen der ganzen Herrschaft. Mittendrin liegt Maienfeld, wo von Salis seit 2025 seine neue Vinothek betreibt. Rund 60 Rebbauern aus Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans sowie den benachbarten Weinbaugemeinden Zizers und Trimmis beliefern das Unternehmen; ergänzt wird das Sortiment durch rund zwei Hektar eigene Reben mitten in der Bündner Herrschaft.
Subregion
Jenins liegt auf den Moräneschuttkegeln des Falknis, verteilt um das Dorf herum – eine Lage, die den Reben viel Sonne und gut durchlässige, kalkreiche Böden beschert. Der Überlieferung nach war es der Duc de Rohan, ein französischer Heerführer, der um 1630 den Pinot Noir in die Bündner Herrschaft brachte; ein Denkmal für ihn steht bis heute am Dorfausgang Richtung Maienfeld. Kulturelles Herzstück der Region ist der Alte Torkel mitten im Jeninser Rebenmeer – das offizielle „Haus des Bündner Weins" der Organisation Graubünden Wein, wo sich auf der Terrasse mit Blick in die Berge nahezu alle Weine der Herrschaft verkosten lassen. Auch weinbaulich sorgt Jenins gerade für Schlagzeilen: 2026 gewann Georg Schlegel vom Weingut zur alten Post am Mondial des Pinots zum dritten Mal den begehrten Grand-Maestro-Titel – als erster Betrieb überhaupt in der Geschichte des Wettbewerbs. Neben Schlegel zählen Obrecht, Sprecher von Bernegg sowie Myriam & Johannes Lampert zu den führenden Jeninser Weingütern bei von Salis.
CHF
60.00
Bio
Obrecht Pinot Noir Monolith 2024

AOC Graubünden

Obrecht Pinot Noir Monolith 2024

Obrecht Pinot Noir Monolith 2024
Nuancenreicher Pinot Noir. Kräftig, verspielt und lebhaft. Beeren und Steinobst gepaart mit würzigen Noten. Kompakte Tannine mit einem dunkelfruchtigen Finale, das endlos zu sein scheint.
75cl
Degustationsnotiz
Nuancenreicher Pinot Noir. Kräftig, verspielt und lebhaft. Beeren und Steinobst gepaart mit würzigen Noten. Kompakte Tannine mit einem dunkelfruchtigen Finale, das endlos zu sein scheint.
Herstellung
Die extraktreichen Trauben von alten Rebstöcken werden separat gelesen und in ausgesuchten Barriques 1 Jahr gelagert.
Trinkreife
Jahrgang + 10 Jahre
Geniessen zu
Kräftigen Fleischgerichten und gereiftem Käse.
Produzent
Seit 1998 gehen Christian und Francisca Obrecht gemeinsam den gleichen Weg. Was in einer Studentenwohngemeinschaft als Freundschaft begann ist zu einem rhythmischen Ganzen gewachsen. Die beiden wirtschaften in der fünften Genaration in der Sonne Jenins. Am Licht kitzelt Francisca das Beste aus den Reben, im Keller entlockt Christian den Säften das Verborgene. So ergänzen Sie sich wie Tag und Nacht, ein stetiger Kreis indem Neues und Altbewährtes stets überraschend kombiniert wird. Schon als kleiner Bub wusste Christian Obrecht, dass er dereinst das Weingut seiner Eltern weiterführen wollte. Entsprechend sorgfältig bereitete er sich darauf vor. Er absolvierte die Winzerlehre, bereiste ferne Weinländer und schloss seine Lehr- und Wanderjahre mit dem Studium zum Önologen FH an der Fachhochschule in Wädenswil ab. Bereits während der Ausbildung übernahm er die Verantwortung im heimischen Keller und begann – im besten Weinvernehmen mit seinen Eltern – nach seinen eigenen Vorstellungen zu vinifizieren. In Wädenswil kreuzte sich sein Weg mit jenem seiner zukünftigen Frau Francisca, einer in Gran Canaria aufgewachsenen Luzernerin. Als gelernte Landwirtin studierte sie am Zürichsee Biotechnologie. Nach Abschluss des Studiums wandte sie sich allmählich von ihrem Beruf ab, um mehr Zeit für Weinberg, Büro und Keller in Jenins zu gewinnen. 2006 konnte das junge Paar das Weingut zur Sonne von Christian (IV.) und Elsbeth Obrecht übernehmen. Christian und Francisca Obrecht bilden ein patentes, kreatives Winzerpaar. Die fundierte Ausbildung schenkt ihnen die Sicherheit, im Rebberg wie im Keller auch einmal das Risiko oder das Unkonventionelle zu suchen. Christian gibt sich nicht vorschnell mit dem Bewährten zufrieden. «Das wäre schade, wenn der Kopf voll neuer Ideen steckt», meint er. Francisca begleitet ihn dabei kritisch und aufmunternd, manchmal auch etwas ungeduldig. Sie besitzt das Geschick, «einen Charakter zu erkennen und zu stärken» – beim Wein wie im familiären Umfeld. Beide sind jetzt in einem Alter, in dem sich Intuition und Erfahrung fruchtbar ergänzen.
Region
Die Bündner Herrschaft ist das Herzstück des Schweizer Weinbaus im Kanton Graubünden – vier Gemeinden im Churer Rheintal, die zusammen für den besten Ruf einer ganzen Region sorgen: Fläsch, Maienfeld, Malans und Jenins. Die Lage im Talkessel, geschützt von den Bergen und regelmässig verwöhnt vom warmen Südwind, dem Föhn, schafft ein Kleinklima, wie man es sonst kaum in den Alpen findet. Auf kantonsweit rund 421 Hektar Rebfläche (Stand 2023) wachsen über 40 Rebsorten. Das Herz dieser Fläche schlägt in der Herrschaft: Auf den sonnenverwöhnten Terrassen zwischen Fläsch und Jenins konzentriert sich der grösste Teil der roten Reben des Kantons, allen voran der Pinot Noir – traditionell wird für die Herrschaft ein Rotweinanteil von rund 80 Prozent genannt, deutlich mehr als im kantonalen Schnitt. Bei den weissen Sorten dominiert mengenmässig der Riesling-Silvaner, die grösste Berühmtheit geniesst aber der Completer: eine autochthone Rarität, die in der Region nie ganz verschwunden ist und heute eine kleine Renaissance erlebt. Wegen dieser burgundischen Rebsorten, der kalkreichen Schieferböden und der konstant hohen Weinqualität wird die Bündner Herrschaft seit Jahrzehnten als das „Burgund der Schweiz" gerühmt. Die Geschichte des Bündner Weinbaus reicht weit zurück: Der älteste schriftliche Beleg datiert auf das Jahr 765, als Bischof Tello von Chur dem Kloster Disentis einen Rebberg vermachte. Der Pinot Noir selbst kam der Überlieferung nach erst um 1630 in die Region – mitgebracht von jungen Bündner Söldnern, die zuvor im Burgund gedient hatten. Was als Import begann, ist heute das unverwechselbare Markenzeichen der ganzen Herrschaft. Mittendrin liegt Maienfeld, wo von Salis seit 2025 seine neue Vinothek betreibt. Rund 60 Rebbauern aus Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans sowie den benachbarten Weinbaugemeinden Zizers und Trimmis beliefern das Unternehmen; ergänzt wird das Sortiment durch rund zwei Hektar eigene Reben mitten in der Bündner Herrschaft.
Subregion
Jenins liegt auf den Moräneschuttkegeln des Falknis, verteilt um das Dorf herum – eine Lage, die den Reben viel Sonne und gut durchlässige, kalkreiche Böden beschert. Der Überlieferung nach war es der Duc de Rohan, ein französischer Heerführer, der um 1630 den Pinot Noir in die Bündner Herrschaft brachte; ein Denkmal für ihn steht bis heute am Dorfausgang Richtung Maienfeld. Kulturelles Herzstück der Region ist der Alte Torkel mitten im Jeninser Rebenmeer – das offizielle „Haus des Bündner Weins" der Organisation Graubünden Wein, wo sich auf der Terrasse mit Blick in die Berge nahezu alle Weine der Herrschaft verkosten lassen. Auch weinbaulich sorgt Jenins gerade für Schlagzeilen: 2026 gewann Georg Schlegel vom Weingut zur alten Post am Mondial des Pinots zum dritten Mal den begehrten Grand-Maestro-Titel – als erster Betrieb überhaupt in der Geschichte des Wettbewerbs. Neben Schlegel zählen Obrecht, Sprecher von Bernegg sowie Myriam & Johannes Lampert zu den führenden Jeninser Weingütern bei von Salis.
CHF
62.00

Die Eigenwillige

Malans

Am südlichen Ende der Reise wird es steil. In Malans wachsen die Reben nicht nur in den flachen Lagen vor dem Dorf, sondern vor allem auf den Terrassen dahinter, gesäumt von Trockenmauern aus Bündner Schiefer. Es ist die Heimat des Completers – jener seltenen weissen Sorte, die hier nie ganz aufgehört hat zu wachsen und heute zu den faszinierendsten Weissweinen der Schweiz zählt.

Malans ist auch das Dorf, in dem die Einzellagen-Idee am weitesten gediehen ist: Parzellen wie Weisstorkel, Scadena, Selvenen oder Bothmarhalde werden getrennt vinifiziert und ausgebaut, um zu zeigen, wie unterschiedlich dieselbe Sorte auf wenigen hundert Metern schmecken kann. Wer nach dem Beleg dafür sucht, dass Terroir in der Herrschaft mehr ist als ein Wort, wird hier fündig.

Malans1
Bio
Wegelin Malanser Pinot Noir Weisstorkel 2022

AOC Graubünden

Wegelin Malanser Pinot Noir Weisstorkel 2022

Wegelin Malanser Pinot Noir Weisstorkel 2022
Expressiver Rotwein mit klarer Frucht von roten Beeren und Kirschen, würzigen Noten und kräftiger Struktur. Feine Frische und elegante Tannine, ausgewogenes Säurespiel und langer Abgang.
75cl
Degustationsnotiz
Expressiver Rotwein mit klarer Frucht von roten Beeren und Kirschen, würzigen Noten und kräftiger Struktur. Feine Frische und elegante Tannine, ausgewogenes Säurespiel und langer Abgang.
Herstellung
Trauben aus der Einzellage Weisstorkel (560 m.ü.M.) ergeben einen kräftigen, würzigen Pinot Noir. 40 % ganze Trauben, Spontangärung im Holzbottich mit 24 Tage Maischekontakt. Ausbau 12 Monate in Barriques, davon 40 % Neuholz. Abgefüllt im April, Release Dezember.
Trinkreife
Jahrgang + 6 Jahre
Geniessen zu
Bündner Spezialitäten, gebratenem Geflügel, Kalb, Wild, Pasta, weich gereiftem Käse oder kräftig gewürzten Gerichten.
Produzent
Das Weingut Wegelin in Malans steht für charaktervolle Weine mit starkem Terroirausdruck. Als eines der traditionsreichen Weingüter der Bündner Herrschaft verbinden die aktuellen Betriebsleiter Rafael Hug und die Önologin Mathilde Hug Pédeutour moderne biodynamische Weinbereitung mit grossem Respekt vor Boden, Klima und Reben. Die Produktion konzentriert sich auf Pinot-Familie, Chardonnay und weitere Burgundersorten, die jeweils möglichst naturnah vinifiziert werden. Die Arbeit im Weinberg betont den Erhalt von Bodenfrucht, individueller Lage und gesunder Traubenreife. Im Keller werden die Weine schonend ausgebaut, meist mit spontaner Gärung und minimalen Zusatzstoffen, um den natürlichen Charakter der Trauben zu bewahren. Seit 2022 werden alle Weingärten kupferfrei bewirtschaftet und das Team legt Wert auf biodynamische Prinzipien und nachhaltiges Arbeiten. Neben klassischen Rebsortenweinen stehen auch lagenspezifische Auslesen im Sortiment, die das vielfältige Terroir der Region widerspiegeln. Bekannte Lagen wie Scadena und Weisstorkel prägen die Eleganz und Struktur der Weine. Die Weine erzählen ihre Herkunft – geprägt von der Natur und sorgfältiger Handarbeit.
Region
Die Bündner Herrschaft ist das Herzstück des Schweizer Weinbaus im Kanton Graubünden – vier Gemeinden im Churer Rheintal, die zusammen für den besten Ruf einer ganzen Region sorgen: Fläsch, Maienfeld, Malans und Jenins. Die Lage im Talkessel, geschützt von den Bergen und regelmässig verwöhnt vom warmen Südwind, dem Föhn, schafft ein Kleinklima, wie man es sonst kaum in den Alpen findet. Auf kantonsweit rund 421 Hektar Rebfläche (Stand 2023) wachsen über 40 Rebsorten. Das Herz dieser Fläche schlägt in der Herrschaft: Auf den sonnenverwöhnten Terrassen zwischen Fläsch und Jenins konzentriert sich der grösste Teil der roten Reben des Kantons, allen voran der Pinot Noir – traditionell wird für die Herrschaft ein Rotweinanteil von rund 80 Prozent genannt, deutlich mehr als im kantonalen Schnitt. Bei den weissen Sorten dominiert mengenmässig der Riesling-Silvaner, die grösste Berühmtheit geniesst aber der Completer: eine autochthone Rarität, die in der Region nie ganz verschwunden ist und heute eine kleine Renaissance erlebt. Wegen dieser burgundischen Rebsorten, der kalkreichen Schieferböden und der konstant hohen Weinqualität wird die Bündner Herrschaft seit Jahrzehnten als das „Burgund der Schweiz" gerühmt. Die Geschichte des Bündner Weinbaus reicht weit zurück: Der älteste schriftliche Beleg datiert auf das Jahr 765, als Bischof Tello von Chur dem Kloster Disentis einen Rebberg vermachte. Der Pinot Noir selbst kam der Überlieferung nach erst um 1630 in die Region – mitgebracht von jungen Bündner Söldnern, die zuvor im Burgund gedient hatten. Was als Import begann, ist heute das unverwechselbare Markenzeichen der ganzen Herrschaft. Mittendrin liegt Maienfeld, wo von Salis seit 2025 seine neue Vinothek betreibt. Rund 60 Rebbauern aus Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans sowie den benachbarten Weinbaugemeinden Zizers und Trimmis beliefern das Unternehmen; ergänzt wird das Sortiment durch rund zwei Hektar eigene Reben mitten in der Bündner Herrschaft.
Subregion
Malans zählt zu den geschichtsträchtigsten Winzerdörfern der Bündner Herrschaft: Reben wachsen hier sowohl in den flachen Lagen vor dem Dorf als auch auf den steilen Terrassen dahinter, gesäumt von Trockenmauern aus dem charakteristischen Bündner Schiefer. Malans ist zudem die Heimat einer önologischen Rarität: dem Completer. Die autochthone weisse Rebsorte hat in der Gemeinde nie ganz aufgehört zu wachsen und erlebt seit einigen Jahren eine kleine Renaissance – heute zählt sie zu den seltensten, aber auch geschätztesten Weissweinen der ganzen Region. Frischer Wind weht auch beim traditionsreichen Weingut Wegelin: Seit 2019 führen Rafael Hug und seine Frau, die Önologin Mathilde Hug Pédeutour, den Betrieb und setzen mit konsequenten Einzellagenweinen und Demeter-Zertifizierung neue Massstäbe für die Region. Neben Wegelin zählen Giani Boner, Ueli & Jürg Liesch, Lauber, Fromm und Schifferli zu den prägenden Malanser Weingütern im von Salis Sortiment.
CHF
45.00
Giani Boner Malanser Grand Cru Pinot Noir 2022

AOC Graubünden

Giani Boner Malanser Grand Cru Pinot Noir 2022

Giani Boner Malanser Grand Cru Pinot Noir 2022
Viel frische Beerenfrucht, vor allem Johannisbeere, auch Dörrfrüchte. Im Gaumen sanftes Tannin und eine leichte Fruchtsüsse. Schöne Barriquenote.
75cl
Degustationsnotiz
Viel frische Beerenfrucht, vor allem Johannisbeere, auch Dörrfrüchte. Im Gaumen sanftes Tannin und eine leichte Fruchtsüsse. Schöne Barriquenote.
Herstellung
Ausbau im Barrique für 12 Monate
Trinkreife
Jahrgang + 10 Jahre
Geniessen zu
Fleichgerichten vom Kalb, Rind, Lamm, Bündner Spezialitäten und gereiftem Käse.
Produzent
Die Familienkellerei Boner in Malans wird heute von Giani Boner in dritter Generation mit viel Leidenschaft und persönlichem Engagement geführt. Als Vollblutwinzer begleitet er den gesamten Entstehungsprozess seiner Weine selbst. Von der sorgfältigen Arbeit im Rebberg über die selektive Handlese bis hin zum Ausbau im Keller liegt jeder Schritt in seinen Händen. Auf rund 4,5 Hektaren eigener Rebfläche entstehen charakterstarke Malanser Weine, die Herkunft, Handwerk und Persönlichkeit auf eindrucksvolle Weise vereinen. Die Weinberge liegen in den besten Lagen rund um Malans und sind geprägt von den besonderen Böden und dem Klima der Bündner Herrschaft. Im Mittelpunkt stehen klassische Burgundersorten wie Pinot Noir, ergänzt durch Sauvignon Blanc, Pinot Gris und die traditionsreiche Rebsorte Completer. Giani Boner verbindet dabei langjährige Erfahrung mit grosser Sorgfalt und dem Anspruch, das Potenzial jeder einzelnen Lage möglichst authentisch zum Ausdruck zu bringen. Eine ganz besondere Stellung nimmt der Completer ein. Giani Boner ist der einzige Winzer, der noch über mehr als 100-jährige, wurzelechte Completerreben verfügt. Aus diesen einzigartigen Rebstöcken keltert er einen aussergewöhnlichen Weisswein mit grosser Tiefe, markanter Struktur und beeindruckendem Reifepotenzial. Erst nach vielen Jahren entwickelt der Completer seine ganze Komplexität und zählt damit zu den faszinierendsten und seltensten Weissweinen der Bündner Herrschaft.
Region
Die Bündner Herrschaft ist das Herzstück des Schweizer Weinbaus im Kanton Graubünden – vier Gemeinden im Churer Rheintal, die zusammen für den besten Ruf einer ganzen Region sorgen: Fläsch, Maienfeld, Malans und Jenins. Die Lage im Talkessel, geschützt von den Bergen und regelmässig verwöhnt vom warmen Südwind, dem Föhn, schafft ein Kleinklima, wie man es sonst kaum in den Alpen findet. Auf kantonsweit rund 421 Hektar Rebfläche (Stand 2023) wachsen über 40 Rebsorten. Das Herz dieser Fläche schlägt in der Herrschaft: Auf den sonnenverwöhnten Terrassen zwischen Fläsch und Jenins konzentriert sich der grösste Teil der roten Reben des Kantons, allen voran der Pinot Noir – traditionell wird für die Herrschaft ein Rotweinanteil von rund 80 Prozent genannt, deutlich mehr als im kantonalen Schnitt. Bei den weissen Sorten dominiert mengenmässig der Riesling-Silvaner, die grösste Berühmtheit geniesst aber der Completer: eine autochthone Rarität, die in der Region nie ganz verschwunden ist und heute eine kleine Renaissance erlebt. Wegen dieser burgundischen Rebsorten, der kalkreichen Schieferböden und der konstant hohen Weinqualität wird die Bündner Herrschaft seit Jahrzehnten als das „Burgund der Schweiz" gerühmt. Die Geschichte des Bündner Weinbaus reicht weit zurück: Der älteste schriftliche Beleg datiert auf das Jahr 765, als Bischof Tello von Chur dem Kloster Disentis einen Rebberg vermachte. Der Pinot Noir selbst kam der Überlieferung nach erst um 1630 in die Region – mitgebracht von jungen Bündner Söldnern, die zuvor im Burgund gedient hatten. Was als Import begann, ist heute das unverwechselbare Markenzeichen der ganzen Herrschaft. Mittendrin liegt Maienfeld, wo von Salis seit 2025 seine neue Vinothek betreibt. Rund 60 Rebbauern aus Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans sowie den benachbarten Weinbaugemeinden Zizers und Trimmis beliefern das Unternehmen; ergänzt wird das Sortiment durch rund zwei Hektar eigene Reben mitten in der Bündner Herrschaft.
Subregion
Malans zählt zu den geschichtsträchtigsten Winzerdörfern der Bündner Herrschaft: Reben wachsen hier sowohl in den flachen Lagen vor dem Dorf als auch auf den steilen Terrassen dahinter, gesäumt von Trockenmauern aus dem charakteristischen Bündner Schiefer. Malans ist zudem die Heimat einer önologischen Rarität: dem Completer. Die autochthone weisse Rebsorte hat in der Gemeinde nie ganz aufgehört zu wachsen und erlebt seit einigen Jahren eine kleine Renaissance – heute zählt sie zu den seltensten, aber auch geschätztesten Weissweinen der ganzen Region. Frischer Wind weht auch beim traditionsreichen Weingut Wegelin: Seit 2019 führen Rafael Hug und seine Frau, die Önologin Mathilde Hug Pédeutour, den Betrieb und setzen mit konsequenten Einzellagenweinen und Demeter-Zertifizierung neue Massstäbe für die Region. Neben Wegelin zählen Giani Boner, Ueli & Jürg Liesch, Lauber, Fromm und Schifferli zu den prägenden Malanser Weingütern im von Salis Sortiment.
CHF
39.90

Am Ende der Reise steht eine Erkenntnis, die man auf der Landkarte nicht sieht: Vier Dörfer, ein paar Kilometer auseinander, gleiche Sorte, gleicher Föhn – und trotzdem vier klar unterscheidbare Handschriften. Fläsch mit seiner Vielstimmigkeit, Maienfeld mit Grösse und Geschichte, Jenins mit stiller Konsequenz, Malans mit Eigensinn und Terrassen. Diese Dichte auf kleinstem Raum ist das eigentliche Kapital der Bündner Herrschaft.

Dass wir das so genau beschreiben können, hat einen einfachen Grund: Es ist unsere Weinheimat. Rund 60 Rebbauern aus der Region beliefern uns, dazu bewirtschaften wir eigene Reben mitten in der Herrschaft. Wir kennen die Parzellen, die Familien und die Jahrgänge – und wir sind stolz darauf, die Vielfalt dieser vier Dörfer in unserem Sortiment abbilden zu dürfen.

Wir hoffen, dass wir Sie genauso für unsere Weinheimat begeistern konnten wie wir es sind – falls Sie mehr erfahren möchten oder noch viel eher probieren möchten, freuen wir uns über einen persönlichen Besuch in unserer Vinothek in Maienfeld. Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen, genau die richtige Flasche für Ihren Geschmack zu finden. In diesem Sinne: bis bald und Viva!

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